Zeeland

Zeeland (deutsch „Seeland“, seeländisch Zeêland) ist eine Provinz in den südwestlichen Niederlanden. Die Provinz besteht aus einer Reihe von (Halb)Inseln und einem Stück Festland an der Grenze zu Belgien. Der Name „Zeeland“ ist hiervon abgeleitet.

Die (Halb)Inseln sind:
Zuid-Beveland (Halbinsel, zusammen mit Walcheren) Walcheren (Halbinsel, grenzt an Zuid-Beveland) Noord-Beveland (Insel) Tholen (Halbinsel) Schouwen-Duiveland (Insel) St. Philipsland (Halbinsel) Der restliche Teil, der weder Insel noch Halbinsel ist, dessen einziger Landzugang bis vor kurzem über Belgien bestand, heißt Zeeuws Vlaanderen. Seit Mitte 2003 besteht mit dem Westerscheldetunnel ein weiterer Landzugang, der diesmal Zeeuws Vlaanderen direkt mit den übrigen Niederlanden verbindet. Der Tunnel führt von Terneuzen bis auf das Gebiet der Gemeinde Borsele.

Die Hauptstadt ist Middelburg. Vlissingen ist ein wichtiger Seehafen, ebenso Terneuzen. Andere größere Städte sind Hulst, Goes und Zierikzee. Die Einwohnerzahl beträgt etwa 380.000.

Im größten Teil der Provinz werden Dialekte des Seeländischen gesprochen; nur in der Gemeinde Hulst hört man Ostflämisch. Auch wenn die Dialekte nicht mehr überall häufig gesprochen werden, besonders in Middelburg und Vlissingen, wird diese Sprache noch von sechzig Prozent der Bevölkerung jeden Tag benutzt.

Früher wurde Zeeland von Römern bewohnt. Aus dieser Zeit stammen einige Bauwerke wie die Stele der Göttin Nehalennia, die in der Nähe des Seebades Domburg 1647 von Fischern gefunden wurde. Eine architektonische Meisterleistung ist das Brückenbauwerk Zeelandbrug, das Schouwen-Duiveland mit Noord-Beveland verbindet. Eine Zeit lang war dies die längste Brücke der Welt.

Durch die Deltawerke mit dem monumentalen Oosterschelde-Sturmflutwehr wird die Provinz vor Hochwasser und Sturmfluten geschützt.